Designermode für Kinder – muss das sein?

Oktober 30th, 2012

Kinder können sich dank zahlreicher Designer genau so anziehen wie Papa oder Mama. Ob mit cooler Röhrenjeans und offenem Hemd oder im Minirock. Alles ist möglich, sogar der Partnerlook. Doch lange ist nicht alles auch wirklich kinderfreundlich. Doch was die Stars vormachen, braucht auch der Otto-Normal-Verbraucher, denn spätestens seitdem Madonnas Tochter oder Skandalschauspieler Charlie Sheen Kindermode bzw. Kleidung für Jugendliche herausgebracht haben, gibt es kein Halten mehr. Immer häufiger achten Eltern darauf, dass die Kids auch wirklich hippe Kleidung tragen. Den meisten Kindern hingegen ist es völlig schnuppe. Ihnen ist es viel wichtiger, dass sie sich in der Kleidung bewegen und toben können. Oder etwas doch nicht?

Experten der Modebranche berichten, dass der Markt für Kindermode in den letzten fünf, sechs Jahren extrem gewachsen ist. Zahlreiche bekannte Modeunternehmen haben daher jetzt auch Kinderkleidung im Sortiment, die sich stark an die Mode der Großen orientiert. Erst kürzlich belegte eine Studie der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“, dass 60 Prozent der befragten Einkaufsverantwortlichen im Kindermode-Fachhandel beobachten, dass die Kinder dasselbe tragen wollen wie ihre Eltern. Gleichzeitig gehen die Meinungen weit auseinander: zieht man ein Kind wie ein Kind an oder wie einen Erwachsenen?

Zum Glück gibt es da kein richtig und falsch. Schlussendlich ist es Ansichtssache und ein ganzes Stück weit auch eine Frage des Budgets. Nicht jeder kann sich eine Designerjeans für mehrere Hundert Euro leisten und lässt seine Kinder damit mit Sandkasten spielen. Auf der anderen Seiten gibt es aber auch tolle Freizeitkleidung z.B. für Mutter und Tochter bei Ketten wie C&A – Partnerlook, aber eben angemessen und bezahlbar. Bei so manchem Modepüppchen, wie Suri Cruise, Tochter von Tom Cruise, die mit vier Jahren schon Absatzschuhe trug, wünscht man sich jedoch, die Eltern würden ihr Kind einfach mal Kind sein lassen.

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